Kunst aus Trümmern

Schweizer Kulturspenden nach der Bombardierung Schaffhausens 1944 
Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen

In Zusammenarbeit mit Markus Rottmann, Text und Story.

Zur Ausstellung:

Die irrtümliche Bombardierung Schaffhausens am 1. April 1944 brachte Tod und Zerstörung über die Stadt. Getroffen wurden auch das Museum zu Allerheiligen und das damalige Naturhistorische Museum am Herrenacker. Wertvolle Kunst- und Kulturgüter gingen in Flammen auf. Viele Kunstwerke konnten unter teils abenteuerlichen Umständen gerettet werden. Andere waren unwiederbringlich verloren.Dem tragischen Ereignis folgte eine beispiellose schweizweite Solidaritätswelle. Gemeinden, Kantone, Museen und Private spendeten neben Geld auch Kunstobjekte. Die Ausstellung präsentiert die über 80 Kunstwerke der sogenannten Kulturspende erstmals in ihrer ganzen Vielfalt. Die Geldspenden ermöglichten zudem den Ankauf bedeutender Kunstwerke. Die Entschädigungszahlungen der USA führten zur Gründung der Peyerschen Tobias Stimmer-Stiftung, die sich für die Bewahrung des Schaffhauser Kulturerbes einsetzt. Während das Naturhistorische Museum zerstört blieb, konnte das Museum zu Allerheiligen bereits 1946 wiedereröffnet werden. Getragen von der breiten Solidarität wagte es den Sprung vom ehemaligen Heimatmuseum zu einem Ausstellungsbetrieb mit internationaler Ausstrahlung.