Frank Stella und die zerstörten Holzsynagogen
Jüdisches Museum Basel
Mein Gestaltungsauftrag zu dieser Ausstellung, deren Ausgangspunkt Zerstörung und das Verschwinden ins Nichts sind, lebt von der Gegenüberstellung der Räume von Kunst, Kunsthandwerk und filmischer Erinnerung und bildet so, fragmenthaft argumentiert, ein neues Ganzes.
Die hölzernen Synagogen Polens und der ehemaligen Polnisch-Litauischen Union wurden durch Pogrome, Kriege und die nationalsozialistische Vernichtung jüdischen Lebens zerstört.
Ihre Formen leben weiter: Das Architektenehepaar Maria und Kazimierz Piechotka dokumentierte die verschwundenen Bauwerke und inspirierte damit Frank Stella zu seiner Werkserie Polish Village (1970–1973).
Ausgehend von Stellas Werk «Jeziory» erzählt die Ausstellung von Zerstörung und Überleben, von Erinnerung und Erneuerung – und von der Kraft der Kunst, verlorenes kulturelles Erbe sichtbar zu machen.







